Das Farbenspiel

Im Zwergenland hat jeder Zwerg "seine" Farbe - der rote Zwerg zum Beispiel isst vom roten Teller, sein Foto über der Garderobe steckt im roten Bilderrahmen, sein Handtuch im Badezimmer hat einen roten Streifen, seine Box - für all die Dinge die der Zwerg von zuhause mitgebracht hat - hat einen kleinen roten Zwerg links auf der Box und rechts daneben sein Foto.

Wir sind eine Familie

Während der Betreuungszeit ist Ihr kleiner Zwerg ein Teil unserer Familie. Es fehlen: Minnie - unsere kleine Biewer-Yorkshire Dame, und Luna - unsere kleine schüchterne Katzendame.
Ich betreue bis zu 8 kleine Zwerge ab 8 Wochen, wobei maximal 5 Zwerge gemeinsam bei mir sein können.
Ab August 2025 betreue ich auch gerne ihr Kind mit Förderbedarf.

Mein Bild vom Kind

Jedes Kind hat viele verschiedene individuelle Ressourcen, Bedürfnisse, Begabungen, Fähigkeiten, Kompetenzen und Wahrnehmungen. Von Geburt an erkundet das Kind die Welt mit allen Sinnen – es möchte die Welt be-greifen, fühlen, riechen, schmecken, hören und ertasten. Das Kind gestaltet so van Anfang an seine Bildung und Entwicklung aktiv mit. 

 

Jedes Kind hat zudem Beziehungen zu anderen Personen sowie eine ganz persönliche Lebenssituation und es gibt bestimmte situative Einflussfaktoren - und all das zusammen beeinflusst die Entwicklung Ihres Kindes. 

 

Um Ihr Kind in seiner Entwicklung kindgerecht begleiten und fördern zu können, schaue ich deshalb aus fünf Blickwinkeln auf Ihr Kind:             

ressourcenorientiert 

                  bedürfnisorientiert

                                  kompetenzorientiert 

                                                    beziehungsorientiert
                                                                       situationsorientiert 

Ankommen

Bis um 9 Uhr sollten alle Kinder gebracht worden sein. Diese Zeit des Ankommens gestaltet sich bei jedem Kind anders - ein Kind braucht erst einmal Zeit für sich und verkriecht sich in die Höhle, ein anderes möchte von der Schaukel aus alles beobachten und wieder ein anderes Kind möchte direkt toben. 

Sicherheit geben

Ich bin der Überzeugung, dass ein Kind sich nur dann sicher fühlt, wenn es genau weiß, was wann wo und wie geschieht - Rituale und ein täglicher gleicher Ablauf sind deshalb sehr wichtig, wobei genug Zeit für spontane Unternehmungen bleibt. 
Nach der Zeit der Eingewöhnung sollten alle Zwerge bis um 9.00h  da sein, damit wir unseren gemeinsamen Tag starten können. Abholen können Sie Ihren kleinen Zwerg nach der Mittagsruhe ab 14.30h. Ausnahmen sind nach vorheriger Absprache natürlich möglich.

Mein Schwerpunkt

Schon vor dem Frühstück singen wir im Badezimmer beim Hände waschen, Es gibt Lieder und Fingerspiele, die wir nur nach dem Frühstück machen, andere machen wir nur nach dem Mittagessen. Bewegungslieder lockern die Spielzeit immer wieder auf. Das Klavier und auch kleinere Musikinstrumente wie die Rassel kommen regelmäßig zum Einsatz. Man kann doch eigentlich immer singen und sich dazu bewegen, oder? Rutsche, Kriechtunnel, Wippe und Trampolin im Innenbereich bieten ebenfalls viele Möglichkeiten sich zu bewegen. 
Ich habe eine spielzeug-reduzierte Umgebung für die Kinder geschaffen, die es ermöglicht, sich einzelnen Dingen wochenweise intensiv zu widmen - z.B. eine Kiste mit Tieren. Daneben gibt es Basisspielzeug, welches sich immer im Spielbereich befindet wie z.B. das Parkhaus mit Autos.
Kinder mit Förderbedarf sind herzlich willkommen - ALLE! Meine Schwerpunkte sind die Förderbedarfe bei Frühgeburt, Trisomie 21 sowie Verdacht auf Autismus.

Jedes Kind ist einzigartig

 Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo, es hat individuelle Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen. Das richtige Maß für Anregung und Abwechslung, körperliche Nähe und emotionale Zuwendung sind von Kind zu Kind ganz unterschiedlich.

Ruhig oder lebhaft, braucht es viel oder wenig Schlaf, schreit es viel oder wenig, wie deutlich Wünsche und Bedürfnisse mittgeteilt werden -  auch dies ist individuell verschieden. 
All das macht ihr Kind so besonders, einzigartig, individuell.

Ich unterstütze Ihr Kind dabei, in seiner Einzigartigkeit die Welt zu entdecken.

Alltag leben

Mir sind Routinen wichtig, damit Ihr Kind Vertrauen entwickeln kann - es ist alles vorhersehbar.

Nach der Zeit des Ankommens, die jedes Kind ganz individuell gestaltet, frühstücken wir gemeinsam. Bis zum Mittagessen ist eine Menge Zeit, um gemeinsam mit den anderen Kindern die Welt zu entdecken. 

Draußen am Aasee spazieren gehen, zum Spielplatz, Enten beobachten, Blätter sammeln, kleine Einkäufe in den nahe gelegenen Geschäften erledigen usw.

Drinnen können wir jede Woche eine andere Kiste Spielzeug entdecken, bei dem Blick vom Balkon immer wieder Neues entdecken und den Balkon als zusätzliches Spielparadies nutzen.  

Die mobile Friseuse kommt regelmäßig und frisiert alle Kinder - so ist der Gang zum Friseur mit Mama und Papa kein Problem mehr. 

Nach dem Mittagessen ist Mittagsruhe - für alle. Anschließend spielen wir noch bis die Klingel ertönt und die Zwerge abgeholt werden.

 "Kreativität entwickelt sich aus Langeweile und nicht aus Angeboten.“ Richard David Precht (Philosoph) 
 

Der Hamburger Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Peter Struck schreibt in seinem Buch "Das Erziehungsbuch" (2005): Eltern sollten auf Äußerungen von Langeweile seitens des Kindes am besten gar nicht reagieren. Das Kind braucht Freiraum, um selbst Ideen zur Beschäftigung zu entwickeln. 


Wenn ein Kind immer sofort bei Zeichen von Langeweile von seinen Eltern abgelenkt wird, dann lernt das Kind eines ganz schnell: Wenn ich quengele, dann werde ich sofort und umgehend "bespaßt" Wer aber als Kind nicht lernt, mit Langeweile umzugehen, kann auch im Erwachsenenalter in einer solchen Situation nicht viel mit sich anfangen. 
Das Kind wird sich nach einiger Zeit selbst eine Beschäftigung suchen, um sich die Zeit zu vertreiben - dies ist wichtig, um kreativ und selbständig zu werden. Es braucht also immer wieder Phasen ohne vorgegebene Beschäftigungsimpulse, um sich weiterentwickeln zu können. 

Da wir Ausflüge unternehmen und auf Wunsch meine mobile Friseuse Ihrem Kind die Haare schneidet, sammle ich hierfür regelmäßig einen festen Betrag ein. So muss nicht jede Ausgabe (Eis, Brötchen, Dinge auf dem Markt usw.) direkt abgerechnet werden. Ich notiere selbstverständlich für Sie die für Ihr Kind getätigten Ausgaben mit Datum.

Da Ihr Kind (wahrscheinlich) Einwegwindeln benötigt möchte ich darauf hinweisen, dass Sie die für Ihr Kind notwendigen Hygieneartikel selbst mitbringen und die benutzten Einwegwindeln bei Ihnen zuhause entsorgen.

Traumland

Ein Vormittag in der Kindertagespflege, zusammen mit anderen Kindern, kann für ein Kind eine anstrengende Sache sein. Es gibt immer wieder neue Dinge zu entdecken, mit anderen Kindern spielen, Spielzeug verteidigen, sich ärgern über einen umgekippten Turm usw. - bis zum Mittag hat ihr Kind eine Menge erlebt und gemeistert. Kein Wunder also, dass die Müdigkeit dann die Oberhand gewinnt.
Ein ständiger Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung ist wichtig, damit die vielen Eindrücke verarbeitet und nachhaltig gespeichert werden können. Nur durch regelmäßige Entspannung ist das Gehirn in der Lage, das Gelernte zu festigen und zu automatisieren. Auch der Verdauungsprozess braucht nach einer Mahlzeit Ruhe, um die Energie für die Phasen der Anspannung bereitstellen zu können. Eine ausgewogene Balance von Ruhe- und Aktivitätsphasen ist deshalb für den gesamten Körper von hoher Wichtigkeit.

Kinder müssen sich in vielen Situationen dem Rhythmus der Erwachsenen anpassen. Dies stimmt nicht immer mit dem individuellen Bedürfnis des Kindes überein. Wenn wir uns das kindliche Recht auf Erholung bewusst machen, und ihnen Phasen der Ruhe ermöglichen, unterstützen wir so die gesunde Entwicklung des Kindes. 

In Christa's Zwergenland hat das individuelle Bedürfnis des Kindes nach Ruhe und Erholung deshalb einen hohen Stellenwert.  Jedes Kind hat ein Recht auf Erholung durch regelmäßige Ruhephasen in einer reizarmen Umgebung - insbesondere nach dem Mittagessen. Der Organismus wird dadurch in einen Zustand der Entspannung versetzt. In einer solchen Ruhephase kann sich neu erworbenes Wissen festigen und Probleme können verarbeitet werden. Die "Schlafhöhlen" wecken in den Kindern das Gefühl von Nestwärme, Wohlbehagen, Beschützt sein, Geborgen sein.
Die Insektennetze schützen Ihr Kind vor Mücken usw. - so steht einem erholsamen Schlaf nichts im Wege.

Nach dem Mittagessen gehen die Zwerge in den Schlaf- bzw. Ruhebereich. Einschlafende Kinder werden nicht vom Mittagsschlaf abgehalten. Schlafende Kinder werden nach einer gewissen Zeit sanft geweckt. Wer nicht aufwacht, hat das Recht weiter zu schlafen. Nicht schlafende Kinder werden beim Ausruhen und Entspannen durch möglichst wenige Einflüsse von außen begleitet. 

 Es gibt feste Zeiten des Spielens und des Ausruhens. Die Kinder lernen so schon früh einen gesunden Rhythmus von Aktivität und Ruhe.

Kranke Kinder

Kranke Kinder sind eine Herausforderung für das Kind und für die Ettern. Das Kind kann nicht abschätzen, was mit ihm los ist. Die Eltern machen sich Sorgen um ihr Kind, müssen aber häufig auch Arbeit und Familie irgendwie unter einen Hut bekommen. Nicht immer einfach, da kann der Stress schon mal zu viel sein.

Kranke Kinder gehören nicht in die Kindertagespflege - und das nicht nur wegen der Ansteckungsgefahr für die anderen Kinder und mich als Kindertagespflegeperson. Ich stelle mir 2 Fragen, wenn das Kind in seinem Allgemeinzustand eingeschränkt ist:
Ist das Kind für die Gruppe tragbar?
Ist die Gruppe für das Kind tragbar?
Wenn ich eine dieser Fragen mit "NEIN" beantworte, dann bitte ich die Eltern, ihr krankes Kind abzuholen und es Zuhause zu betreuen.

Kinder haben ein Recht darauf, krank zu sein. Mit der Krankheit gibt der Organismus ein klares Signal für eine dringend notwendige Erholungsphase. Kranke oder "kränkelnde" Kinder haben ein Recht auf eine ausreichend lange Genesungsphase. Wenn das Kind wieder genug Energie hat, den Tag in der Gruppe und mit der Gruppe zu gestalten, fieberfrei und symptomfrei ist, dann freue ich mich auf seine Rückkehr in unsere Familie. 

 Bildquelle: https://geborgen-wachsen.de/2020/10/11/kranke-kinder-begleiten/     am 1.2.2023