Eingewöhnung
Das eigene Kind zu einer an sich fremden Person zu bringen, ist für Kind und Eltern besonders bedeutsam.
Eltern werden oft von zwiespältigen Gefühlen überrollt. Einerseits möchten sie sich selbst um ihr Kind kümmern, andererseits möchten oder müssen sie arbeiten gehen - zudem wissen Sie als Eltern um die Bedeutung sozialer Kontakte für das eigene Kind.
Dem kleinen Schatz soll es gut gehen in der Zeit der eigenen Berufstätigkeit - das ist das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer geeigneten Betreuung.
Die Grundlage für die Eingewöhnung bildet bei mir das Münchener Modell. Dies habe ich, insbesondere in der Vorbereitungs- und Anfangsphase, so erweitert, dass es zu mir und meinem Verständnis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit passt.
Für Ihr Kind ist es wichtig, dass es während der Eingewöhnungsphase keine weiteren weitreichenden Veränderungen (Umzug...) gibt, und dass immer dieselbe Person mit dabei ist. Es ist egal, ob Mama, Papa, Oma,... Hauptsache, das Kind wird während der Eingewöhnungszeit immer von derselben Person begleitet ("Begleitperson").
... und bitte denken Sie daran:
Eine fremde Person kennenzulernen und eine vertrauensvolle Beziehung zu ihr aufzubauen,
das braucht Zeit.
1)) Vorbereitungsphase
Alles beginnt mit Ihrem Anruf bei mir und der Frage, ob ich einen Betreuungsplatz zu dem von Ihnen gewünschten Zeitpunkt frei habe. Wenn das so ist, vereinbaren wir einen Termin bei mir Zuhause - der erste persönliche Kontakt, an dem Sie mich und ich Sie und Ihr Kind kennenlerne. Diesem ersten Treffen liegt ein besonderer Zauber inne - Sind wir uns sympathisch? Können Sie sich vorstellen, mir Ihren kostbarsten Schatz anzuvertrauen?
Sie können sich bei einer Tasse Tee/Kaffee in einem Gespräch einen ersten Eindruck davon machen, wo Ihr Kind gemeinsam mit anderen Kindern und als Teil unserer Familie seinen Tag verbringt. Ich gebe Ihnen rund um die Kindertagespflege Christa's Zwergenland alle Informationen, die Sie wissen möchten.
Sie sollten sich Zeit nehmen für die Entscheidung - also schlafen Sie erst noch einmal eine Nacht drüber, bevor Sie mir Ihre Entscheidung mitteilen. Wenn Sie sich für mich entscheiden, dann vereinbaren wir im Laufe dieses Gesprächs einen Nachmittags-Termin, an dem ich Sie in Ihrem Zuhause besuche. Gern möchte ich mir ein Bild von Ihnen, Ihrer Familie und Ihrem Leben machen. So lerne ich Sie als Familie viel besser kennen - Ich finde, dies ist eine gute Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes.
2) Anfangsphase
a) VOR dem Betreuungsbeginn
Nun bleiben wir in Kontakt und treffen uns einmal pro Monat bei mir Zuhause - so können wir uns schon etwas kennenlernen - sowohl Sie als auch Ihr Kind. In den letzten 8 Wochen VOR dem offiziellen Betreuungsbeginn kommt die Person, die auch die Eingewöhnungsphase mit dem Kind bei mir verbringt, an einem gemeinsam festgelegten Tag in der Woche von 10.00Uhr bis 11.00 Uhr zu uns - z.B. immer dienstags - das ist meine individuelle "Eingewöhungs-Spielgruppe". Die Begleitperson verhält sich passiv - ich nehme vorsichtig Kontakt zu Ihrem Kind auf und beobachte die Situation. Ihr Kind bringt zu dieser Spielgruppen-Zeit ein Kuscheltier o.ä. mit.
b) NACH dem Betreuungsbeginn
Jedes Kind kommt zusammen mit der festen und kontinuierlichen Begleitperson und seinem Lieblingskuscheltier unabhängig von den gebuchten Wochentagen täglich (Mo-Do) für 60 Minuten in Christa's Zwergenland. Die konkreten Zeiten besprechen wir im Rahmen der Eingewöhnungs-Spielgruppe.
Die Begleitperson verhält sich passiv, schenkt dem Kind aber die volle Aufmerksamkeit - sie ist die sichere Basis, macht aber keine Spielangebote. Ich nehme, wie schon während der Eingewöhnungs-Spielgruppe, immer wieder Kontakt zu Ihrem Kind auf.
Für die Mittagsruhe nutze ich "Schlafhöhlen" (siehe das Foto unter Konzept/Schlafland), zu Beginn der Betreuung nehmen Sie die Schlafhöhle mit nach Hause - so kann ihr Kind diese tolle Höhle in bekannter Umgebung kennenlernen. Wenn das Kind das erste Mal bei mir über Mittag bleibt, bringen Sie die Schlafhöhle wieder mit. Somit ist die Schlafhöhle bekannt, und die Mittagsruhe klappt bei mir viel besser.
Mir ist es wichtig, alles Unbekannte so weit es irgendwie möglich ist, im Vorfeld schon aufzugreifen und dem Kind in entspannter und vertrauter Umgebung näher zu bringen.
3) Trennung
Der erste Trennungsversuch findet frühestens am 6. Tag innerhalb der Wohnung statt - aber erst dann, wenn Ihr Kind alleine und ohne Kontaktversuche zur Begleitperson eine kleine Zeitspanne spielt. Diese Zeit der Trennung wird nach und nach erhöht, bis sich Ihr Kind ca. 1 Stunde auch ohne Ihre direkte Anwesenheit wohl fühlt.
4) Stabilisierungsphase
Dann ist die Zeit gekommen, meine Räumlichkeiten für eine vorher vereinbarte Zeitspanne zu verlassen. Nach einer gewissen Zeit des Spielens kann es sein, dass Ihr Kind sie vermisst und nicht innerhalb weniger Minuten zu beruhigen ist. Dann rufe ich die Begleitperson an. Diese ist jederzeit erreichbar und kommt nach der Kontaktaufnahme umgehend zu mir. Die Begleitperson sollte Christa's Zwergenland mit dem Kind nicht verlassen, wenn es noch traurig ist. Ihr Kind soll sich auf das Wiederkommen freuen, und das geht nur, wenn es sich mit einem guten Gefühl verabschieden kann.
Die Trennungszeit wird nach und nach auf den gesamten Vormittag vom Frühstück bis zum Mittagessen ausgedehnt. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Betreuung an den von Ihnen gebuchten Tagen stattfindet.
Zum Abschluss der Eingewöhnungsphase kommt nun der Mittagsschlaf hinzu.
5) Schlussphase
Das Kind wird von der Begleitperson entsprechend der vereinbarten Betreuungszeiten gebracht und abgeholt. Die Begleitperson ist weiterhin jederzeit erreichbar und kann im Falle eines Falles direkt kommen. Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn ihr Kind so viel Vertrauen zu mir entwickelt hat, dass es sich trösten, wickeln und füttern lässt.
Wenn ihr kleiner Schatz morgens gerne zu mir kommt und sich in unserer Familie wohl fühlt, dann sind wir im Alltag angekommen und können gemeinsam die Welt entdecken.